Das Unternehmen blacksocks bietet Socken im Abonnement an. Die Firma tritt mit Ausnahmen nur über das Internet auf. Sie ist wegen ihres einfachen Geschäfts- und Fulfillment-Modells als Studien- und Fallbeispiel besonders gut geeignet.
Hintergrund
Das Unternehmen blacksocks wurde im Juni 1999 als Kollektivgesellschaft gegründet und besteht in seiner heutigen Form - mit den entsprechenden Fulfillment-Partnern - seit Oktober 2000. Als Kollektivgesellschaft hatte das Unternehmen ein bedeutend einfacheres Geschäftsmodell. Begonnen hat es mit einer einfachen Homepage. Es kannte für seine damalige Website keine Datenbankanbindung. Die Abwicklung der Prozesse erfolgte weitgehend manuell. Im Herbst 2000 wurde das Unternehmen in eine AG überführt. Die Fulfillment-Prozesse wurden an die yellowworld fremdvergeben und dadurch weitgehend automatisiert und integriert. Ferner wurden Medienbrüche beseitigt.
Die Geschäftsidee, Socken im Abonnement abzugeben, wurde bereits im Oktober 1994 geboren. Der Entscheid zur Umsetzung der Geschäftsidee fällt im November 1998. Ab Dezember 1998 wird ein Businessplan erstellt und im März 1999 werden bereits Socken-Lieferanten evaluiert. Das Unternehmen findet in Norditalien (Grossraum Siena) einen seinen hohen Qualitätsstandards entsprechenden Lieferanten. Ebenfalls im März 1999 entsteht der Markennamen blacksocks. Ab Juli 1999 geht das Unternehmen online. Im November 2000 erfolgt der Launch der neuen Website , wie sie heute aufrufbar ist. Im Januar 2001 tritt das Unternehmen zusammen mit einem Lizenznehmer unter www.blacksocksUSA.com in den amerikanischen Markt ein.
Das schweizerische Unternehmen beschäftigt per Juli 2001 total 2.4 Mitarbeiter. Zusätzlich sind 6 Stellen bei den Outsourcing-Partnern für blacksocks tätig, wovon 3.5 im Fulfillment-Bereich.
Die beiden Gründer und Hauptaktionäre sind Marcel Roth und Samy Liechti. Marcel Roth ist verantwortlich für Einkauf, Vertrieb, Finanzen und Customer Service. Der Geschäftsführer, Samy Liechti, ist verantwortlich für Strategie, Operations, Marketing und Kommunikation.
Branche
blacksocks ist in der Herrenbekleidungs-Branche tätig. Weitgehend einzigartig ist die Stellung der angebotenen Dienstleistung innerhalb der Branche, das heisst, Socken im Abonnement zu vertreiben. Das Unternehmen versteht sich daher primär als Dienstleistungs- und nicht als Handels-Unternehmen.
Wettbewerbssituation: Diverse Unternehmen versuch(t)en das Konzept der Firma blacksocks zu kopieren: www.socksinabox.de *, www.danieli.ch, www.dr-socke.de*, www.soccus.de, www.bonsche.de/socke.htm* und www.topsocks.ch* [*= Angebot ist nicht verfügbar]
Produkt
Die Firma bietet nicht im eigentlichen Sinne ein Produkt an. Es versteht seine Leistung als Kombination zwischen Dienstleistung und Produkt. Verkauft werden Socken-Abonnemente für schwarze, rundgestrickte und gerippte Waden- und Kniesocken. Ein Socken-Abo kostet ab 98.- CHF. Der Kunde stellt sein Socken-Abo aus verschiedenen Parametern selber zusammen, die wie folgt lauten: Lieferrhythmus (3, 4 oder 6 Lieferungen à jeweils 3 Paar Socken), Sockentyp (Waden- oder Kniesocken), Sockengrösse (37 bis 48) und Abo-Typ (Socken-Abo oder Socken-Geschenkabo).
Jede Lieferung ist mehr als ein Umschlag mit 3 Paar Socken. Die Lieferungen werden viel mehr genutzt, um die Kunden auf unterhaltsame Art und Weise über die Vorzüge der Socken zu informieren. Diese Beziehungspflege zu den Socken-Abonnenten dient nicht zuletzt der Kundenbindung. Ebenfalls im Sinne der Kundenzufriedenheit und der Kundenbindung steht der Kundendienst, der sich nicht auf allgemeine Geschäftsbedingungen bezieht, sondern kulant auf die alltäglichen Probleme der Kunden eingeht.
Von besonderer Wichtigkeit ist für blacksocks, wie bereits erwähnt, die Qualität von Dienstleistung und gelieferten Socken. Letztere werden aus hochwertiger Peruanischer Pima Baumwolle (85 %-Anteil) produziert. Kunstfasern sind in kleinem Masse ebenfalls Teil des Gewebes, um das Rutschen der Socken zu verhindern. Die Produktion erfolgt auf Rundstrick-Maschinen, was den Tragkomfort erhöht. Die Socken genügen vom Material und der Herstellung her dem Ökotex 100 Standard, was heisst, dass sie besonders hautverträglich sind. Die Garne werden ausführlich auf Strapazierfähigkeit und Farbechtheit getestet.
Zielgruppe
Es kann zwischen unterschiedlichen Zielgruppen im B2C- und im B2B-Bereich unterschieden werden.
Im B2C-Bereich verkauft blacksocks Abonnemente vorwiegend im Schweizer Markt, bedient aber auch Kunden in 20 EU-Ländern und in Übersee. Die Kernzielgruppe des B2C-Bereichs trägt folgende Merkmale: männlich, arbeitet im Büro in einer höheren Stellung, wohnt eher in urbanem Umfeld und ist zwischen 30 und 50 Jahre alt.
Im B2B-Bereich kann unterschieden werden in Absatzmittler oder Distributionspartner, die weiter an Endkunden verkaufen (Beispiel: youSmile.de) und in Unternehmen oder Kunden, die Socken-Abos als Kundenbindungsinstrument gegenüber eigenen Kunden einsetzen. Für diese Abnehmergruppe ist die Beilage von individualisierten Lieferscheinen und individualisierten Abgaberhythmen möglich.
Künftig werden nebst dem schweizerischen Markt vor allem die Absätze in den Märkten Grossbritannien, Deutschland und Österreich ausgebaut.