Die Gesundheit Nord gGmbH zählt mit etwa 3.100 Betten zu den größten Klinikverbünden Deutschlands. Unter dem Dach der Holding befinden sich insgesamt vier große Bremer Krankenhäuser: das Klinikum Bremen-Mitte, das Klinikum Bremen-Ost, das Klinikum Bremen-Nord und das Klinikum Links der Weser. Insgesamt fallen für die Patienten jährlich etwa 6 Mio. Belege an. Das Klinikum Links der Weser zählt monatlich alleine bis zu 2.400 neue Krankenakten. Da diese bei stationären Fällen 30 und bei ambulanten Behandlungen zehn Jahre aufbewahrt werden müssen, ergibt sich ein gigantisches Archivvolumen.
Aus diesem Umstand erwachsen in immer mehr Krankenhäusern drei drängende Probleme: Wohin mit den Akten? Wie die Archivierung der Akten organisieren? Wie den jederzeitigen Zugriff auf die Akten sicherstellen? Vor genau diesen Fragen stand auch das Klinikum Links der Weser. "Unser Zentralarchiv quoll über, obwohl es bereits großzügig ausgelegt war", erläutert Archivleiterin Kerstin Kamutzky. "Dazu kommt, dass die Akten durch den gestiegenen Dokumentationsaufwand und ein erhöhtes Bildaufkommen immer umfangreicher werden. Die Akten sind heute bereits etwa zwei bis drei Mal so dick wie noch vor wenigen Jahren."
Hinzu kam das sehr aufwändige Handling der Papierakten. Jede neue Akte musste im Archiv manuell erfasst und danach in beschrifteten Schubern, versehen mit einer Farbidentifikation für das Behandlungsjahr, wegsortiert werden. Die Stationen bestellten die Akten dann bei Bedarf per schriftlicher Anforderung, was im Archiv aufwändig mit Anforderungsdatum und -station registriert wurde. Danach mussten Pflegekräfte die bestellten Akten abholen und wieder zurück bringen – was jedoch nicht immer geschah. Die Rückläufer wurden wieder manuell erfasst und einsortiert. "Zum einen war das alles mit einem hohen personellen und zeitlichen Aufwand verbunden, zum anderen bekamen wir etwa fünf Prozent der Akten nicht zurück", blickt Kerstin Kamutzky zurück. "Außerdem war der problemlose Zugriff lediglich zu den Archivöffnungszeiten gewährleistet."
Aus diesen Gründen hat sich der Klinikverbund zur Einführung eines einheitlichen digitalen Datenmanagement- und -archivierungssystems in allen Häusern entschlossen. Es sollten autonome Archivsysteme aufgebaut werden, die perspektivisch verschmelzen können. Der Berliner Archivierungsspezialist Marabu realisiert mit PEGASOS heute in der Gesundheit Nord gGmbH eines der größten Krankenhaus-Archivprojekte Deutschlands.